eigentlich wollte ich heute nachmittag ins museum für tierkunde. aber jetzt versacke ich hier vor meinem rechner und fenster. zum einen wegen anhaltender baucherschmerzen, die auch auf mangelende nahrungszuführung zurückzuführen sind, zum anderen weil’s so spannend ist. die bäckerei gegenüber, deren schild suggeriert sie sei eine konditorei, eröffnet am freitag neu. das wurde auch endlich zeit, die brötchen der alten bäckerei-nicht-konditorei waren mit abstand die schlechtesten der stadt. in chemnitz war das mit den brötchen der gegenüber-bäckerei, die eigentlich nur ein kioskhäuschen war, auch so. vielleicht ist es auch ein fluch, dass die brötchen der am nähstgelegenen bäckerei, die schlechtesten der stadt sind. oder meine ansprüche an brötchen sind zu hoch. jedenfalls, die neuen geben sich allerhand mühe: streichen die fassade, putzen die fenster und bringen herbstdekoration, wie man sie zuletzt im kindergarten gestaltet hat, an. und als ich die fleißigen heimlich dabei knipsen wollte und man mich natürlich entdeckte, winkte man mir freudig zu. ich bin zuversichtlich, dass es freitag gute brötchen geben wird!

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